Person: Eva Menasse

Eva Menasse

Also das ist auch in sich eine Bewegung. Die Alten erzählen immer die lustigen Geschichten. So ist es ja auch im Buch, es fängt sehr witzig und schnell an und dann merkt man, he hier fehlt was und da fehlt was, da ist offenbar etwas unter den Teppich gekehrt worden und das wird dann immer größer im Fortschreiten des Buches und im Fortschreiten der Generationen, weil natürlich das Wissen um den Holocaust und um die Gräueltaten des zweiten Weltkrieges natürlich in den letzten Jahrzehnten immer größer geworden und wir alle, die wir jünger sind, können auch sehr viel genauer Fragen als man das noch vor 30 Jahren konnte. Also das alles steckt da als Konstruktionsprinzip in diesem Roman drin.

Die Autorin von Vienna erzählt pointiert über ihr jüngstes Buch. weiter...