Wenn die Stars Journalisten satt haben, aber auf Interviews nicht verzichten möchten, dann führen sie die einfach selbst.
So geschehen im Fall von Tom Waits, der vor ein paar Tagen ein ausführliches Selbstgespräch im Netz veröffentlicht hat. Wobei gleich angemerkt werden muss: als 'Gespräch' kann man seine "True Confessions" nicht bezeichnen. Es ist eher ein ausführlicher Steckbrief mit 32 einzelnen Fragen ohne jeden Zusammenhang.
Aber dafür erfährt man so Einiges über den Sänger und Schauspieler, nicht nur welche Musiker, Songs und Filmszenen ihn inspiriert haben, was in der Welt falsch läuft, wofür Waits zu spät geboren wurde, was ein Gentleman ist, wie man Ironie erklärt, wovor Waits Angst hat usw. - sondern auch, dass Waits eher wenig Wert auf Faktengenauigkeit legt (der Bikini wurde 1946 erfunden und auf Hemingways Grabstein ist NICHT zu lesen "Pardon me for not getting up").
Doch das sind natürlich nur Kleinigkeiten, hier geht's zu "Tom Waits' True Confessions (Englisch).
Autor: Jakob Buhre
» Ich bin sehr geradlinig «
Besondere Begebenheiten (56) Gute Fragen, Schlechte Fragen (7) Autorisierung & Co (10) Interview-Bücher (9) In eigener Sache (39)
Focus Online 27.01.
sueddeutsche.de 14.01.
Berliner Morgenpost 14.01.
RP Online 14.01.
Frankfurter Rundschau 12.01.
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