Nicolas Sarkozy über einen Küchenunfall, die Musik von Carla Bruni, sein Gesangstalent und die Grenzen zwischen Politik und Privatheit

©
Nicolas Sarkozy ist seit dem 16. Mai 2007 französischer Staatspräsident. Am 2. Februar 2008 heiratete er die italienisch-französische Sängerin Carla Bruni in Paris. Die seit Dezember 2007 öffentliche Liaison stieß weltweit auf enormes Medienecho und sorgte auch politisch für Aufsehen.

"Der Bürger will von uns nicht nur Politik, sondern auch Entertainment."
Voriges Zitat"Ich habe schon als kleiner Junge vor dem Spiegel Edith Piaf nachgemacht. "
Voriges Zitat""
©
©
©
Beim Userview stellt ihr die Fragen. Wir kündigen euch einen Interview-Partner an - und dann seid ihr dran: Im Formular könnt ihre eure Fragen stellen (ohne Registrierung möglich) und die Fragen anderer Leser bewerten (erfordert Registrierung). Die besten 10 Fragen werden von uns im Interview gestellt und die beste Frage mit einem Preis honoriert. Das geführte Interview erscheint wenige Tage später exklusiv auf Planet Interview.
Wir behalten uns vor, beleidigende, rassistische oder sonstwie menschenverachtende Fragen kommentarlos zu löschen. Doppelte Fragen werden ebenfalls gelöscht.
Monsieur le Président, Sie tragen bereits seit Tagen ein Pflaster an Ihrer linken Hand, am Ringfinger, genau an der Stelle wo normalerweise...
Sarkozy: Oh, das war ein kleiner Haushaltsunfall. Es war zum Heulen, ich habe Zwiebeln geschnitten und dann Zack - so was geht ja schneller als man denkt. Aber da sehen Sie: Politiker sind halt auch nur Menschen.
Aber wie kann man sich beim Zwiebelschneiden ausgerechnet in den Ringfinger schneiden?
Sarkozy: Tja, da sehen Sie mal, wozu der französische Ministerpräsident alles imstande ist.
Was haben Sie denn gekocht?
Sarkozy: Ja, Zwiebeln. Also, ähm, Zwiebelsuppe natürlich. Mit viel Creme fraiche...und Zwiebeln.
Ah ja. Herr Sarkozy, Sie werden verstehen, wenn die Weltpresse hinter bzw. unter dem Pflaster etwas anderes vermutet als einen lapidaren Kochunfall.
Sarkozy: Wie bitte? Lapidar? Ich bitte Sie, wenn der französische Präsident sich in den Finger schneidet... Ich war kurz davor den Notstand auszurufen, also ich meine, den Notruf zu wählen...
Und trotzdem hält sich hartnäckig das Gerücht, Sie würden mit dem Pflaster einen Ehe-Ring verdecken.
Sarkozy: Ach, auf was für Ideen die Damen und Herren von der Presse so kommen, wie reizend. Aber wissen Sie, ich beteilige mich generell nicht an Spekulationen über meine Person.
Nun gut, dann reden wir doch mal über die Fakten. Ihre derzeitige Frau...
Sarkozy: Sie meinen Lebensabschnittsgefährtin...
Naturellement. Also, Ihre derzeitige Lebensabschnittsgefährtin Carla Bruni ist vor wenigen Tagen in den Elysée-Palast eingezogen.
Sarkozy: Korrekt. Das war für mich auch gar kein Problem. Ich hatte ja gerade ein Zimmer frei...
Aber nach so kurzer Zeit? Laut einer Statistik des französischen Instituts für Paar- und Single-Forschung zieht der verliebte Durchschnitts-Franzose erst nach 14,7 Monaten mit dem Partner bzw. der Partnerin zusammen...
Sarkozy: Na und? Was kann ich denn dafür, wenn die ganzen Pärchen so ein schlechtes Zeit-Management haben? Und mal ehrlich: Wenn Sie ein Top-Model fragt, ob sie bei Ihnen einziehen darf, würden Sie dann mit der Antwort zwei Jahre warten?
Madame Bruni ist ja nicht nur Top-Model, sie macht auch Musik.
Sarkozy: Ja, und gar nicht mal so schlecht. Sie hat mir da neulich was vorgespielt, ich glaube „No promises“ hieß der Titel. Naja, für meinen Geschmack ein bisschen zu viel Gitarre, ein bisschen zu viel Gesang, auch ein bisschen zu viel auf Englisch - aber sonst ganz nett. Ich will mich da jetzt aber gar nicht in musikalische Fragen einmischen.
Dabei könnte es sein, dass in Zukunft der Name Sarkozy auf ihren CDs steht.
Sarkozy: Das haben Sie gut beobachtet. Aber wissen Sie was? Ich bin damit absolut einverstanden. Erstens bin ich sehr musikalisch, ich habe schon als kleiner Junge vor dem Spiegel Edith Piaf nachgemacht (Sarkozy steht auf, verzieht sein Gesicht und fängt an laut zu singen): Non, rien de rien, je ne regrette rien...
Danke, Danke, Monsieur le Président, setzen Sie sich doch...
Sarkozy: Und Zweitens: Musik ist ja wie Politik.
Ach ja?
Sarkozy: Sicher, total demokratisch. Jeder wählt was er will, jeder hört was er will, jeder kann mitmachen... Nur, wie gesagt, diese englischen Texte, das ist nichts für mich. Aber für dieses Problem haben wir bei uns im französischen Radio ja auch eine tolle Lösung gefunden.
Wollen Sie in Zukunft denn auch selbst Musik machen?
Sarkozy: Ja, aber selbstverständlich. Wie Sie wissen hat schon Friedrich der Große komponiert und Querflöte gespielt. Die Verbindung von Musik und Politik ist auch ein Zeichen von Intellektualität. Insofern ist der Schritt ins Musikgeschäft für mich absolut logisch.
Außerdem müssen wir Politiker die Massen mobilisieren. Und es ist doch so: Nicht alle Bürger interessieren sich für Politik, aber alle hören Musik. Die hören bei uns Musik zum Frühstück, im Auto, auf der Arbeit... - selbst in den Banlieus hören die Leute Musik.
Werden Sie Gesangsunterricht nehmen?
Sarkozy: Ach, Kleinkram, das haben wir nun wirklich nicht nötig. Ich bin gerade dabei, mit meinem Pressestab das Repertoire abzustimmen. Bei meinen öffentlichen Auftritten wird ja gelegentlich die Marseillaise gespielt. Aber wissen Sie, die Grande Nation hat natürlich noch viel mehr an schönen Liedern zu bieten. Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, meine Reden mit einem lautstarken "Aux Champs-Elysées" zu beginnen. Und wenn in Frankreich die Sommerferien anfangen, könnte ich, sozusagen als Urlaubsgruß "La Mer" von Charles Trenet singen. Jeder Franzose würde dann gut gelaunt an die wunderbaren französischen Küsten fahren, n'est pas?
Und das allsommerliche Verkehrschaos auf den Autobahnen vergessen?
Sarkozy: Auf den Autobahnen Frankreichs gibt es kein Verkehrschaos, wie sie irrtümlich behaupten. Aber wenn es dann doch mal, gelegentlich, ganz selten... eigentlich nie zu einer Verkehrsirritation kommen sollte, warum soll meine schöne Stimme dann nicht in jedem Citroen, Renault oder Peugeot zu hören sein?
Haben Sie eigentlich schon mal über ein Duett mit Carla Bruni nachgedacht?
Sarkozy: Beim Teutates, dass ich nicht selbst darauf gekommen bin. Das werde ich gleich mal meinem Pressestab vorschlagen. (fängt an zu grübeln) Aber welches Lied? (summt leise verschiedene Melodien vor sich hin) Haben Sie vielleicht eine Idee?
Nun, wie wäre es mit „Je t'aime“ von Jane Birkin und Serge Gainsbourg?
Sarkozy: Also, das ist ja mal wieder typisch für die unzivilisierten Journalisten aus Deutschland. Da gibt es ein bisschen Gestöhne in einem hervorragenden Chanson und Sie wollen daraus eine schmutzige Inszenierung machen. Aber eines kann ich Ihnen versichern: Was Carla und ich machen ist und bleibt allein unsere Privatsache.
Mit Verlaub Monsieur le Président, aber haben Sie nicht durch ihre gemeinsamen öffentlichen Auftritte die Grenzen von privat und öffentlich verwischt?
Sarkozy: Davon kann überhaupt keine Rede sein. Auch der Präsident Frankreichs hat das Recht mit seiner Lebensabschnittsgefährtin zu machen was er will und wo er will.
Aber wenn er vorher alle wichtigen Chefredakteure anruft und sie über die Termine informiert...
Sarkozy: Pardon, aber der Präsident Frankreichs ruft seine Freunde an wann er will und so oft er will. Und wenn ich mich verliebe, teile ich das mit, wem ich will.
Sind Sie denn überhaupt ernsthaft verliebt in Madame Bruni? Kürzlich ist eine Biographie über Ihre Ex-Frau Cécilia erschienen, in der zitiert man sie mit den Worten, Sie seien ein Mensch, der…
Sarkozy: Mon dieu, jetzt reicht’s! (Sarkozy erhebt sich aus seinem Sessel und stampft wütend Richtung Tür).
Monsieur Sarkozy, immer wenn das Gespräch auf Ihre Ex-Frau kommt, wollen Sie gehen.
Sarkozy: (fluchend) Denken Sie einfach mal darüber nach, woran das liegen könnte!
Ja, woran denn, Herr Präsident? Helfen Sie uns.
Sarkozy: (kommt langsam zurück) Vielleicht an meinen Gefühlen? Auch ein Präsident hat schließlich Gefühle. Jede Erinnerung an unser vergangenes Glück hinterlässt eine Narbe mehr in meiner Seele. (stöhnt leise) Es war eine so schöne Zeit.
Oh, und wir dachten, Sie hätten die Trennung von Ihrer Ex-Frau überwunden und seien momentan sehr glücklich?
Sarkozy: (inzwischen wieder sitzend) Bin ich auch. Hat das irgendjemand bestritten?
Natürlich nicht, Sie werden es selbst am besten wissen. Cécila sagt jedenfalls, Sie seien jemand, der niemanden wirklich lieben würde, nicht einmal seine eigenen Kinder.
Sarkozy: Haben Sie den Eindruck, ich würde Carla nicht lieben? Was sollen wir denn noch alles tun, um unsere Liebe der Öffentlichkeit zu demonstrieren? Und was die Kinder angeht: Louis XIV hatte 17 Kinder. Glauben Sie, er konnte sich um jedes einzelne Kind persönlich kümmern? Ein Tag hat nun einmal nur 24 Stunden. Das ist bei uns in Frankreich nicht anders als bei Ihnen in Deutschland.
Sie haben nur drei Kinder. Der Vergleich mit Louis XIV hinkt also ein wenig.
Sarkozy: Der Vergleich mit Louis XIV ist zunächst einmal grundsätzlich angebracht. L’état, c’est moi – das gilt heute genauso wie damals. Und außerdem… (runzelt die Stirn, hebt seine Hand und beginnt an den Fingern abzuzählen) un, deux, trois, quatre... - woher wollen Sie wissen, dass es nur drei sind? Attention meine Herren, bitte keine voreiligen Schlüsse!
Wollen Sie etwa damit andeuten, dass…
Sarkozy: (rutscht schräg lachend vom Stuhl) Interpretieren Sie besser nicht zu viel in meine Worte hinein. Daran ist schon so mancher Journalist zu Grunde gegangen.
Es gibt derzeit widersprüchliche Informationen, wann Sie Madame Bruni eigentlich kennen gelernt haben. Vielleicht möchten Sie an dieser Stelle mal Licht ins Dunkel bringen?
Sarkozy: Nun gut. Das war letzten Sommer in Heiligendamm. Ich hatte dort mit meinen Kollegen George und Wladimir in einem Hotel eingecheckt und Carla saß unten an der Bar. Sie redete irgendwas von einer Schönheitskur... Tja, ich habe ihr dann erst mal ein, zwei Gläschen eingeschenkt und ihr vom Klimaschutz erzählt, Finanzhilfen für Afrika - das fand sie ganz toll. Und dann kam irgendwann noch Wladimir vorbei. Der hat sich richtig an Carla rangemacht, mit Energie-Themen, russischen Ölquellen und so weiter. Aber als er gemerkt hat, dass die Carla das nicht interessiert hat, wollte er uns beide unter den Tisch trinken. Und ich musste ja eigentlich noch zu einer Pressekonferenz...
Auweija.
Sarkozy: Genau, irgendwann hatten wir alle ganz schön einen sitzen. Und als Carla zwischendurch kurz auf Toilette musste, habe ich zu Wladimir aus Spaß gesagt: "Also, wenn du sie kriegen willst, musst du dich für die internationale Presse ausziehen. Auf so etwas steht sie bestimmt."
Hat Monsieur Putin dann ja auch gemacht.
Sarkozy: Genau! (verfällt in schelmisches Lachen) Aber geholfen hat's ihm nicht. Vielleicht hätte er die Sonnenbrille absetzen sollen. Wobei ich persönlich die Bilder von Wladimir ja toll fand. Ich denke sowieso, dass wir so etwas in der Weltpolitik mehr bräuchten.
Sie wünschen sich mehr körperliches Engagement in der Politik?
Sarkozy: Ja. Jeder sollte zeigen was er hat. Die Politik muss transparenter werden. Wir können uns vor dem Bürger doch nicht einfach so verstecken. Und der Bürger will von uns eben nicht nur Politik, sondern auch Entertainment. Darauf müssen wir reagieren. Die USA sind uns, was diesen Punkt anbelangt, um einiges voraus: Die haben einen Terminator als Gouverneur, einen Cowboy als Präsidenten, ach und erinnern Sie sich noch an Bill und Monica? Wow, was war das für eine Show! Was für Emotionen!
Allerdings kann zu viel Show auch kontraproduktiv sein. Kritiker unterstellen Ihnen zum Beispiel, Sie hätten die Liason mit Madame Bruni nur angefangen, um die Bevölkerung von den innerpolitischen Problemen abzulenken.
Sarkozy: Also, ich muss Sie doch sehr bitten. Hätte ich das gewollt, dann hätte ich mir gleich eine Journalistin ausgesucht, wie die meisten meiner Kollegen. Aber ich finde, in dieser Sache herrscht in Frankreich großer Reform-Bedarf: Es wird Zeit, dass die Politik in Frankreich nicht nur mit den Medien, sondern auch mit den schönen Künsten ins Bett geht.
Ja, apropos ins Bett gehen – Sie stehen bei Madame Bruni nun in einer Reihe mit Mick Jagger, Kevin Costner und Donald Trump. Macht Sie das auch ein wenig stolz?
Sarkozy: Warum denn stolz? Wegen diesen drei Möchtegern-Prominenten? Nein, nein. Erstens kann ich auch sehr gut singen, zweitens bin ich ebenso ein begnadeter Schauspieler - und über Geld müssen wir nun wirklich nicht reden.
War es aber vielleicht auch die Erotik der Macht die Frau Bruni angezogen hat?
Sarkozy: Äh, wie bitte?
Naja, hat Frau Bruni vielleicht auch politische Ambitionen?
Sarkozy: Also, darüber ist mir nichts bekannt. Wobei, wo Sie das jetzt so sagen... Neulich hat sie mit dem König von Jordanien etwas verdächtig getuschelt. Und dann hat mich Carla letzte Woche um einen Zweitschlüssel zu meinem Arbeitszimmer gebeten. Sie holt ja jetzt auch immer meine Post aus dem Briefkasten. Und gestern wollte sie die Nummer vom Verteidigungsminister haben... Äähhm pardon, meine Herren, (rauft sich die Haare und springt hektisch aus seinem Sessel) ich glaube ich muss jetzt ganz schnell weg ...
Aber Herr Sarkozy, warten Sie doch bitte, was ist denn mit unserer Schlussfrage: Das Leben ist ein Comic...
Sarkozy: (im Rausgehen) Non, keine Zeit mehr, jetzt ist Schluss mit Lustig...
... aber welche Comicfigur wären Sie?
Sarkozy: Ich bin Michel Vaillant...
Michel wer?
Sarkozy: Vaillant, ein Rennfahrer. Und ich muss jetzt ganz ganz schnell in den Elysée -Palast, die Welt retten... vor dieser Frau mit der Gitarre...
Online-Version: http://www.planet-interview.de/index.php?id=150 | © planet-interview.de | Foto:
» Diese Zeiten des Honeymoons, die wir hatten, wo man gesagt hat 'Schaut her, die Große Koalition, die kann was, mit dieser gebündelten Kraft schaffen wirs' sind definitiv vorüber. (Miriam Hollstein)«
Fragen stellen an Datenschützer Peter Schaar
Eure Fragen an Max Mutzke
Fragen gesucht für Wir sind Helden
Rekord-Wolkenkratzer - Wann hat der Höhenrausch ein Ende? (04. Januar 2010)
Konsum oder Kirche - Wozu brauchen wir Weihnachten? (21. Dezember 2009)
Kann man Wachstum per Gesetz beschleunigen? (14. Dezember 2009)
Wer blockiert den Klimaschutz? (07. Dezember 2009)
Leben wir im Überwachungsstaat? (30. November 2009)Berliner Zeitung 14.08.
Märkische Allgemeine 07.07.
Frankfurter Allgemeine Zeitung 29.06.
Zeit Online 28.06.
Frankfurter Allgemeine Zeitung 22.06.
15 Jahre nach dem ersten Teil widmet sich Pop-Produzent William Orbit mit "Pieces in a modern style 2", wieder großen Werken der Klassik. Ein Gespräch über zeitlose Musik und Hello Kitty Ohren VÖ: 01.09.2010
"Bring mich nach Hause" heißt das neue Album von Wir sind Helden. Daniel Schieferdecker sprach mit Frontfrau Judith Holofernes über Erschöpfung, das Geschichtenerzählen, Selbstzensur und das Problem, sexsüchtig zu singen. VÖ: September
Am 20. und 22. September zeigt das ZDF den Zweiteiler "Der Doc und die Hexe" mit Christiane Paul. Ole Schley sprach mit ihr über ihr Kumpelimage, die Sorgen ihrer Mutter und warum sie Oliver Kahn bewundert. VÖ: September
Peter Hahne über sein Verhältnis zu Politikern, die überschätzte Macht der Medien,
notwendige Entschleunigung in Nachrichten und Politik und sein unveröffentlichtes Interview mit Kirsten Heisig
Sister Bliss von Faithless über multikulturelles Miteinander, das neue Album, die heilende Wirkung des Tanzens und Musik als Religion
Schauspielerin Katharina Schüttler über den Film „Schurkenstück“, Dreharbeiten im Gefängnisalltag und weit verbreitete Theater-Klischees