Stefan Wolf

Man muss der Jugend zeigen, dass das Leben viel schöner ist, wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht.

Stefan Wolf , Autor der Jugendbuch-Reihe "TKKG", über die Gestaltung der vier Charaktere, die Faszination an Detektiv-Geschichten, heikle Inhalte, Medieneinfluss auf die Jugend von heute und darüber, dass er eine "technische Totalpflaume" sei.

Herr Wolf, die von Ihnen entwickelte Jugendbuch- und Hörspielserie gehört mit über 15 Millionen verkauften Exemplaren zu den erfolgreichsten Jugendbuchreihen aller Zeiten. Worin besteht das Erfolgsrezept von TKKG?
Stefan Wolf: Die Welt, die ich mit TKKG geschaffen habe, lebt von vier besonderen Charakteren, die das Miteinander symbolisieren, die aber auch jeder für sich ganz eigene Typen sind. Ich glaube, die Leser können sich sehr gut mit meinen Charakteren identifizieren, weil sie trotz aller Stärken eben auch nicht perfekt sind, sondern – wie Klößchen mit seiner Naschsucht – auch Schwächen zeigen. Ich will ja keine Superhelden schaffen, sondern normale Teenanger, die sich engagieren und für das Gute einstehen!

Die Charaktere sind, mit Verlaub, aber auch nicht ganz frei von Klischees. Der Kopf von TKKG, Peter Carsten alias Tim bzw. Tarzan, ist ein braun gebrannter Mädchenheld, der Computerspezialist Karl ein hagerer blasser Junge und Gaby Glockner ein Mädchen mit goldblonden Haaren und blauen Augen. Warum ist das so?
Wolf: Nennen Sie mir ein Lebensbereich, in dem man ohne Klischees auskommt! Wenn man etwas nimmt, was eben dem allgemeinen Geschmack entspricht, was gerade trendy ist, was irgendwo schon öfter mal gebraucht worden ist, spricht man von Klischee. Wie viele Möglichkeiten hat man denn, ein Mädchen zu schildern? Sie ist entweder blond und blauäugig, dunkelhaarig mit braunen Augen, oder sie ist eine Rothaarige mit grünen Katzenaugen. Sie müssen wissen, als ich die Figur der Gaby 1979 in meiner Phantasie erschaffen habe, herrschte grade der ungeheure Trend: blond und blauäugig! Hinzu kommt auch noch, dass meine Tochter damals im Alter von Gaby war, allerdings hatte sie blonde Haare und grüne Augen. Das spielt alles so’n bisschen mit rein, aber letztendlich kommt man in einer Serie nie ganz ohne Klischees aus. Das gehört einfach dazu, und irgendwie ist an Klischees ja auch immer etwas Wahres dran, oder?

Tim, Karl, Gaby und Klößchen sind seit mehr als 25 Jahren Teenanger. Wollten Sie TKKG eigentlich nie altern lassen?
Wolf: Nein, das ist doch das Merkmal der Serie! Es gibt keine Serie auf diesem Planeten, wo die Figuren älter werden, dann wäre die Serie ja bald vorbei. Da können Sie „Jerry Cotton“ oder „Die Drei Fragezeichen“ nehmen, die haben sich bis heute nicht verändert. Der Serienleser darf sich nicht daran stören, dass die Charaktere jetzt schon zum hundertsten Mal die Sommerferien erleben – und er stört sich auch nicht daran. Der weiß ganz genau, dass sich die Charaktere in einem fiktiven Rahmen bewegen und jedes Buch, jede Geschichte ganz allein für sich steht. Der große Unterschied zum alleinstehenden Roman ist auch, dass die Leser einer Serie die Figuren irgendwann mit all ihren Fähigkeiten und Schwächen kennen und lieben lernen, und mit ihnen zusammen die Abenteuer leben. Dadurch entsteht ja auch ein hohes Identifikationspotential. Es tauchen natürlich in jeder Folge neue Gegenspieler auf, doch die Hauptfiguren bleiben unverändert.

Wir müssen also davon ausgehen, dass Klößchen niemals dünner werden wird?
Wolf: Sagen wir mal so: Er plant es. (lacht) Wenn ich in die Zukunft der Charaktere schaue, dann denke ich mal, dass Klößchen – wenn er die Pubertät hinter sich gebracht hat und ernsthaft auf Partnersuche ist – dass er dann schon seine Naschhaftigkeit einschränken und dünner werden wird, um auch ein Mädchen zu finden. Aber das ist fiktiv. Wie gesagt, er wird ja nicht älter.

Wagen wir dennoch mal das Gedankenexperiment: Wenn Sie sich die vier Detektive einmal im Alter von 35 Jahren vorstellen – welchen Beruf haben sie, und wie sehen ihre Lebensumstände aus?
Wolf: Also Tim wollte eigentlich mal Architekt werden, doch inzwischen denkt er eher in Richtung Medienbranche. Für Gaby sehe ich einen Beruf im karitativen Bereich, vielleicht wird sie mal als Tierärztin arbeiten oder ähnliches. Karl wird sicherlich ein Physiker oder Mathematiker wie sein Vater und bei Klößchen ist es ganz klar: Er wird später als Juniordirektor die Schokoladenfabrik seiner Eltern übernehmen.

Wie sind Sie eigentlich damals auf die Idee gekommen, diese Krimireihe zu starten?
Wolf: Ich habe im Umfeld meiner damals zwölfjährigen Tochter beobachtet, dass die Jugend so’n bisschen lustlos herumhing, ständig den Walkman auf den Ohren hatte, und sich eigentlich nur passiv unterhalten ließ, ohne mal was Eigenes auf die Beine zu stellen. Ich selber hatte da noch eine ganz andere Jugend, bin wie Tom Sawyer in der Natur aufgewachsen, war ein Wilddieb, ein Fährtenleser, konnte Fische mit der Hand fangen und an jeder Ecke wartete ein neues Abenteuer auf mich. Das war toll! Insofern dachte ich, man muss der Jugend mal ein bisschen zeigen, dass das Leben viel schöner ist, wenn man sich engagiert, sich einmischt, hinterfragt und mit offenen Augen durch die Welt geht. Es gibt so viel zu entdecken, wenn man sich nur auf den Weg macht!
Mein damaliger Presse-Agent hat mir dann vorgeschlagen, doch mal eine Jugendbuchreihe zu schreiben. Da ich aber früher ein reiner Thriller-Autor war, hatte ich erst mal Bedenken, ob ich überhaupt der Richtige für den Jugendbereich bin. Dann habe ich mich aber zu einem Literaturwettbewerb überreden lassen, reichte ein Serienkonzept und 20 Seiten ein, und war irgendwie schon damals überrascht, wie großen Spaß mir das Schreiben von Jugendgeschichten machte. Ich merkte, dass man – anders als im Thriller und Kriminalroman – auch ohne Blut, Leichen und Gewalttätigkeiten eine große Spannung erzeugen kann. Mein Konzept gewann dann schließlich den Wettbewerb, und die Arbeit an „TKKG“ konnte beginnen.
Heute bin ich immer wieder überrascht, wie viele Erwachsene damals als Kinder diese Serie kennen gelernt haben, und bis heute noch von den Geschichten schwärmen. Das freut mich dann natürlich sehr!

Was fasziniert die Menschen Ihrer Meinung nach an Detektivgeschichten?
Wolf: Das ist der Spannungscharakter! Sehen Sie, was den Krimi, die Detektivgeschichte oder auch den Thriller ausmacht, ist ja eigentlich, dass der Mensch an sich immer nach Ordnung und Frieden strebt; dann fühlt er sich geborgen in dieser Welt. Wenn diese Ordnung dann allerdings von einem Verbrechen gestört wird, entsteht Angst, und wir sehen, dass das Böse einen großen Platz in dieser Welt einnimmt, und wir es eben nicht immer erfolgreich bekämpfen können. In der Literatur aber haben Sie es als Autor in der Hand, wie die Geschichte endet, sie können das Böse bekämpfen und die geliebte Ordnung wiederherstellen. Das gibt dem Leser schließlich ein befriedigendes Gefühl und ich glaube, gerade deshalb sind diese Geschichten auch so beliebt. Trotz dieser großen Sehnsucht nach Harmonie brauchen wir aber auch die Konflikte, denn nur so können neue Geschichten entstehen. Immer da, wo es kracht, knistert, und wo Reizflächen entstehen, ist eine Dramatik innewohnend, und das ist und war schon immer ein Thema in der Literatur.

Sie haben in TKKG-Geschichten auch schon sehr heikle Themen behandelt. In einer Folge wird eine Tramperin von einem Triebtäter gekidnappt und im Wald festgehalten, in einer anderen geht es um eine Vereinigung, die lebende Tiere dem Teufel opfern will. Inwiefern kann man Kinder und Jugendliche bereits mit derartigen Themen konfrontieren?
Wolf: TKKG ist ja keine Kleinkindreihe, in der das Bienchen Maja durch die Gegend summt und der große Elefant Benjamin Blümchen ein entflohenes Äffchen sucht. Sondern das ist eine Reihe für Jugendliche und junge Erwachsene, denen man solche Themen auch zumuten kann. Sicherlich sind das teilweise auch sehr heiße Eisen, doch bevor ich einen solchen Stoff anpacke, recherchiere ich sehr viel, um nicht unnötig zu dramatisieren, aber eben auch nicht zu verharmlosen. Bei mir kommt es nie zum Äußersten, denn ein bisschen entschärfe ich immer. Letztendlich behandle ich aber immer nur die Themen unserer Zeit, und die größte Fundgrube für neue Geschichten sind für mich die Nachrichten in der Tageszeitung. Worüber soll ich schreiben, wenn nicht über das, was da draußen in der Welt passiert?

Aber wo sehen Sie, was diese Themen anbelangt, Grenzen, die Sie nicht überschreiten würden?
Wolf: Ja, wenn es zum Beispiel um die Schändung von Kindern geht; das würde ich nicht in einem Jugendroman behandeln. Ich habe allerdings in dem 105. TKKG-Band, den ich gerade schreibe, einen Handlungsstrang, in dem es um eine verbotene Liebe zwischen einem 26jährigen Sportlehrer und einer 15-jährigen Schülerin geht. Die vier Detektive erkennen das und schaffen es dann tatsächlich auch die Beziehung auseinander zu bringen. Und die schlimmste Formulierung, die ich in diesem Kontext benutzt habe, ist, dass Tim sagt: „Die haben sich geküsst!“. Sicher wissen die Jugendlichen, zu welchen Intimitäten es in solch einer Beziehung kommen kann, aber dazu kommt es bei mir nicht und das würde ich auch gar nicht aussprechen.

Zitiert

Es gibt keine Serie auf diesem Planeten, wo die Figuren älter werden, dann wäre die Serie ja bald vorbei.

Stefan Wolf

Sind Sie denn der Ansicht, dass Kindern heutzutage durch andere Medien, wie Kino oder das Fernsehen zu brutale, gewaltverherrlichende Bilder zugemutet werden?
Wolf: Ja, das kann man wohl sagen! Ich bin manchmal wirklich entsetzt, was für gewalttätige und bluttriefende Sendungen von den heutigen Medienmachern ausgestrahlt werden, nur um eine hohe Quote zu erreichen. Ich bin auch geschockt, wie leichtfertig heute mit den Begriffen Liebe und Sex umgegangen wird. Das wird immer so vermittelt, als wäre es völlig normal, von einem zum anderen Partner zu springen. Das ist eine Unmoral, die der Jugend gar nichts bringt! Ich habe mittlerweile auch ein fünfjähriges Enkelkind, und da sehe ich in der heutigen Fernsehlandschaft nur ganz wenig, was ich dem zumuten würde. Ich selber bin auch kein begeisterter Fernseh-Gucker, weil 90% der Sendungen wirklich totaler Schrott sind!

Und welchen direkten Einfluss der Medien sehen Sie auf das Verhalten der heutigen Jugend?
Wolf: Ich bin sehr unmodern und predige den Jugendlichen in all meinen Publikationen immer wieder, dass vor der Belohnung die Mühe steht. Das Leben ist nicht als purer Spaß konzipiert; das war’s noch nie und das wird auch nie so sein. Man muss sich eine solide Basis erarbeiten und nicht nur der schnellen Mark hinterher jagen. Konsum alleine ist etwas sehr dummes, und ein Typ wird nicht besser, nur weil er eine teure Designerjacke trägt. Ich finde auch diesen Autokult lächerlich. Was ist das schon, in einem dicken Auto zu sitzen und seine Umwelt zu verpesten? Der Wagen hat die Kraft, nicht der Fahrer! Der sollte lieber hundert Klimmzüge am Tag machen, dann leistet er was. Das Gaspedal durchdrücken ist für mich keine Leistung; das ist Dummheit! Oder diese Fußballvergötterung! Da werden Spieler zu Halbgöttern gemacht, und sind nicht mal in der Lage einen deutschen Satz fehlerfrei in die Kamera zu sagen. Stattdessen lassen sie ständig nur die Sau raus, um in irgendwelchen Boulevardmedien aufzutauchen! Wenn das die Vorbilder unserer Jugend sind, kann da auf Dauer nichts Gutes bei rauskommen.

Stellen denn die TKKG-Charaktere Ihr Idealbild der Jugend dar?
Wolf: Ja, denn sie sind kritisch, aktiv, tolerant, und sie setzen Wertmaßstäbe, gegen die sie nicht verstoßen. Tim und seine Freunde würden nie unehrenhaft handeln, auch wenn’s furchtbar unbequem für sie wäre. Wenn zum Beispiel TKKG einen Fall gelöst haben, auf den eine Prämie ausgesetzt ist, dann werden sie immer einen Großteil dieses Geldes an wohltätige Organisationen spenden. Die schwachen und hilfsbedürftigen Menschen in unserer Gesellschaft erfahren durch meine TKKG- Kids, soweit ihre Mittel dafür ausreichen, Hilfe. Das ist mir auch sehr wichtig!

Und in der Realität? Gibt es Ihrer Meinung nach in der heutigen Gesellschaft viele solche Charaktere?
Wolf: Ja, obwohl man sagen muss, dass das Wertvolle und Gute in dieser Welt immer einen Seltenheitswert hat; das Ordinäre und Negative ist immer in der Überzahl. Der Mensch als Individuum kann ganz fantastisch sein, in der Masse wirkt er zerstörerisch. Egal ob er nun im Fußballstadion sitzt, oder die schönen Strände dieser Welt mit seinem Müll verschmutzt.
Ich sehe aber bei einem Teil der Jugend zumindest wieder gutes Benehmen, dass sie Manieren lernen und Respektpersonen auch respektvoll behandeln. Die TKKG-Bande erkennt aber natürlich auch nur diejenigen Menschen als Autoritäten an, die charakterlich sauber sind und auch etwas Sinnvolles zu sagen haben. Was mich freut, ist, dass ich gerade hier in Garmisch- Partenkirchen wieder einen Trend der Jugendlichen zu selbstlosem Arbeiten sehe, zum Beispiel wenn sie sich im Tier- oder Altenheim engagieren, und das finde ich fantastisch!

Sehen Sie sich eigentlich auch in gewisser Weise als eine Art Aufklärer, der durch seine Geschichten die Leser vor möglichen Gefahren und Fehlern warnen will?
Wolf: Aufklärer – das ist ein großes Wort! Ich bin ja gelernter Journalist, und als Autor versuche ich natürlich auf die Welt zu gucken, sie so gut wie ich kann zu erkennen, und die gewonnenen Erkenntnisse dann durch meine Texte weiterzugeben.
Heute besteht mein Publikum aus überwiegend jungen Menschen, und ich gebe mir schon große Mühe, meine Philosophie rüberzubringen. Und diese Philosophie enthält auch die Erhaltung tradierter Werte, ohne die wir in dieser Gesellschaft nicht auskommen. Natürlich ist vieles von früher überflüssig und kann verworfen werden, aber bestimmte ethische und moralische Maßstäbe, wie beispielsweise die Menschenwürde, müssen wir aufrechterhalten und ausbauen. Ich bin nicht der große Aufklärer, aber das ist so der geistige Unterbau meiner Geschichten!

Sie haben nach Ihrem Germanistik-Studium unter mehr als 100 Pseudonymen bisher 2.700 Krimi-Kurzgeschichten, 160 Jugendbücher, 156 Hörbücher und 200 broschierte Romane veröffentlicht. Sind Sie ein Workaholic?
Wolf: Ja, ich bin sicherlich ein Workaholic! Ich sitze jetzt aber nicht 24 Stunden lang am Schreibtisch, sondern bin ein sehr konzentrierter und schneller Arbeiter. Ich schreibe im Schnitt vier Stunden am Tag in hochkonzentrierter Ruhe, und den Rest des Tages bin ich mit Frau und Hund in der Natur unterwegs, gehe leidenschaftliche gerne Bergsteigen, oder ins Theater oder ins Museum. Ich bin ja mittlerweile auch im Rentenalter, da geht das dann auch. (lacht)

Wo schreiben Sie denn am liebsten?
Wolf: Mein Arbeitszimmer ist unter’m Dach, da sitze ich dann vornehmlich abends oder nachts und arbeite an neuen Geschichten. Ich bin eine Eule und keine Lerche! Ich arbeite aber auch vormittags, muss viele Telefonate mit Verlagen und Vertragspartnern führen, und alles arrangieren. Man ist ja als Autor so’ne Art Ein-Mann-Betrieb, man muss seine Sachen alle selber managen.

Stimmt es eigentlich, dass sie noch nie eine Geschichte mit dem Computer geschrieben haben?
Wolf: Ja, ich bin eine technische Total-Pflaume! Ich habe keinen Computer und auch keinen Internetanschluss, sondern nur eine alte elektrische Schreibmaschine. Wir haben ein altes bayerisches Landhaus, und da war es schon kompliziert überhaupt den Telefon- und Faxanschluss zu legen. Ich kenne diese ganzen technischen Dinge in der Theorie, aber praktisch komme ich da nicht weit. Auch mein Handy liegt meistens unten im Keller, und einmal im Monat höre ich dann die Mailbox ab und bin erstaunt wer alles angerufen hat.

Der Verlag würde Sie aber schon lieber mit dem Computer schreiben sehen, oder?
Wolf: Ja, das wird mir immer mal wieder nahegelegt, aber dann sage ich: „Das mache ich nächstes Jahr!“ Ich glaube, mittlerweile hat sich der Verlag auch an meine Arbeitsweise gewöhnt; Hauptsache ich liefere die Texte fristgerecht ab. Vielleicht beschäftige ich mich ja auch mal irgendwann mit dem Internet. Aber das bringt ja auch wieder viele Gefahren mit sich, wenn zum Beispiel Hacker das Konto über’s Internet plündern können… Schau’n mer mal!

Derzeit wird ein großer TKKG-Film fürs Kino gedreht. Was erwartet da die TKKG-Fans?
Wolf: Ich glaube, das wird eine sehr schöne und spannende Geschichte ohne Blut und Leichen! Es ist eine kompakte TKKG-Geschichte, die sicherlich optimal umgesetzt wird; da vertraue ich ganz auf die Produzentin Uschi Reich und den Regisseur Tomy Wiegand. Was mir auch sehr gefällt ist die Auswahl der Figuren; das sind alles sehr sympathische Kids, die auch schon viel Filmerfahrung mitbringen. Und auch die Erwachsenenrollen sind mit großartigen Schauspielern wie Ulrich Noethen oder Jürgen Vogel als Kommissar Glockner besetzt. Der ist jetzt zwar nicht das Abbild von Kommissar Glockner, so wie man ihn sich im Buch vorstellt, aber er ist ein Schauspieler von höchstem Format und ich denke wir alle können uns auf einen tollen Jugendfilm freuen!

Wir weisen darauf hin, dass es sich auch bei dem Namen ‚Stefan Wolf‘ um ein Pseudonym des Autors handelt.

Rolf Kalmuczak alias Stefan Wolf, Jahrgang 1938, verstarb im März 2007 in Garmisch-Partenkirchen. Er galt bis zuletzt als einer der erfolgreichsten deutschen Schriftsteller. Unter mehr als 100 Pseudonymen verfasste er tausende Kurzgeschichten und mehr

7 Kommentare zu “Man muss der Jugend zeigen, dass das Leben viel schöner ist, wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht.”

  1. Borelli |

    TKKG

    ist echt die beste Serie der Welt. Wer was anderes behauptet, hat ein Rad ab.

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  2. Anonymous |

    echt witzig …

    … was ich da in einem TKKG-Hörspiel hören musste

    „Sie können uns nicht erschießen, wir sind noch minderjährig“

    Mehr muss ich doch nicht sagen, oder?

    Antworten
  3. Vierstein |

    Quote

    Es ist wie im Lied: „Mal sehen“ von Fettes Brot:
    Ja, tu’s für die Quote, wie Gaby, die Pfote.

    In diesem Sinne

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  4. Wiebke |

    Sexismus

    Abgesehen von den schon angeführten Kritikpunkten möchte ich anführen, dass TKKG vor Sexismus nur so stinkt. Gaby ist doch nur schmückendes Beiwerk, klimpert mit den langen Wimpern, pustet gegen ihren Goldpony –
    und das war’s dann auch schon.

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  5. Christina |

    Ende von TKKG

    Eine Frage bleibt ungeklärt: Hat Stefan Wolf vor, TKKG enden zu lassen oder wird er so lange weiterschreiben, wie es Gesundheit und Lebensumstände zulassen?

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  6. Tano |

    Re: allmachtsgefühle

    Als alter Hörer der Serie kann ich nur zustimmen!!! Bis ca. Folge 60 war die Serie akzeptabel. Kaufe ich mir eine neue Folge trieft biederste Political correctness aus jeder Seite. Das ist nicht nur langweilig, sondern auch sehr ärgerlich. Nebenbei finde ich die Figur des Tims sehr fragwürdig, der selten eine Situation verbal zu entschärfen sucht, sondern erst mal draufhaut und dann nachfragt. Im wirklichen Leben, hätte der schon etliche Jahre wegen Körperverletzung auf dem Buckel.

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  7. chris |

    allmachtsgefühle

    Herr Sarkar hätte mal den rapiden qualitätsverfall der hörspielserie thematisieren sollen, die auch thema in diversen internetforen ist. der autor projiziert allmachtsgefühle auf die vermeintliche hauptfigur tim, die anderen drei sind nur noch mitläufer und haben so gut wie keine funktion mehr. das war in den alten folgen anders. jeder kauf einer neuen folge ist mit der hoffnung verbunden, dass die neue folge besser wird, als die letzte. meistens vergeblich.

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