Junge und alte Schauspieler sprechen in einem Buch über ihren ganz persönlichen Weg in den Beruf

In dem 2006 erschienenen Buch „Regiebekenntnisse“ waren zunächst namhafte Regisseure aufgefordert gewesen, über ihren Beruf zu berichten. Nun waren deutsche Schauspieler an der Reihe. Zentrale Fragen, die den Leitfaden durch das Buch bilden: Wie wird man eigentlich Schauspieler? Und warum wird man Schauspieler?
21 Schauspieler, alles bekannte Gesichter, 'bekennen' sich in diesem Buch. Acht davon schrieben einen eigenen Text, die anderen sprechen in Interviews über ihre „Berufung“. Dabei wurde viel Wert darauf gesetzt, verschiedene Generationen zur Sprache kommen zu lassen. Daniel Brühl, Matthias Schweighöfer, Robert Stadlober oder Anna Maria Mühe stehen für die „jungen Wilden“, auf der anderen Seite sprechen u.a. Edgar Selge, Axel Prahl, Ulrich Matthes und Maren Kroymann aus langjähriger Erfahrung in der Filmbranche.
Robert Stadlober sagt auf die Frage, wann er beschlossen habe, Schauspieler zu werden: „Als ich mit zehn anfing Filme zu synchronisieren, dachte ich, es sei so etwas wie ein Fußballverein: Man meldet sich an und kann dann da mitmachen…“ Erst nachdem er an eine Kinderagentur geraten war und einige Mal in Fernserien mitgewirkt hatte, habe er gemerkt, dass es ihm etwas bedeutet und dass er nicht nur ein Taschengeldaufbessern sei. Sylvester Groth meint: „Es ist kein Beruf wie jeder andere - kein Handwerker muss seine Seele in die Steckdose packen." Edgar Selge bekam schon früh von seinem Vater zu hören: „Das ist unser kleiner Schauspieler“. Aber gerade weil sein Vater glaubte, dass es der richtige Beruf für ihn sei, habe er sich lange dagegen gewehrt.
Wer sich für deutsche Schauspieler interessiert, kommt mit diesem Buch voll und ganz auf seine Kosten. Der Leser erhält in kurzweilig zu lesenden Interviews zahlreiche Hintergrundinformationen über die Arbeit bekannter Schauspieler. Es sind Einblicke, die weit über das hinausgehen, was man sonst in Interviews erfährt, die anlässlich aktueller Filmprojekte in der Tagespresse veröffentlicht werden.
Die in der Buchreihe „Praxis Film“ erschienenen „Schauspieler-Bekenntnisse“ haben 349 Seiten und wurden in Zusammenarbeit mit der Filmakademie Baden-Württemberg, Ludwigsburg, beim UVK-Verlag veröffentlicht. Das Buch – herausgegeben von Béatrice Ottersbach, Thomas Schadt und Nina Haun – kostet 24,90 €.
Autor: Tobias Goltz
Bildquelle: UVK
» Titte raus und Arsch... Sorry, aber das ist dann halt Geschäftemacherei.«
Besondere Begebenheiten (56) Gute Fragen, Schlechte Fragen (7) Autorisierung & Co (10) Interview-Bücher (9) In eigener Sache (39)
Focus Online 27.01.
sueddeutsche.de 14.01.
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RP Online 14.01.
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