06. Dezember 2002
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Musikclown Helge Schneider über (Alltags-)Drogen und das Geheimnis der Möhre

© Island Mercury
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Voriges Zitat""
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Helge Schneider auf der Pressekonferenz ...
... Ich habe ein Lied geschrieben, in dem ich mich gegen den Genuss von Rauschgift ... äh ... verteidige. Ich rebelliere gegen alle Drogen, auch gegen Softdrogen, wie zum Beispiel Maguihana. Ich habe früher selbst Maguihana genommen, also, ein Endprodukt. Hasch. Und ich habe viele Leidensjahre hinter mir, das kann man nicht anders sagen. Pickel, unreine Haut, Fingernägel immer schmutzig, lange Haare und ein Gefühl der Unversehrtheit. Trotzdem habe ich irgendwann damit aufgehört und dann ging's mir, zehn Jahre später, wieder besser. Es gibt welche, die nehmen das, und sagen dann: wenn man es gut dosiert, dann ist das nicht so schlimm, da kann man höchstens mal vor ein Auto laufen oder seine Oma würgen für fünf Mark. Also, alles kleine Delikte. Aber ich finde, man muss auch als Künstler sagen können: Maguihana rauchen muss man nicht. Man muss keine Drogen nehmen, man muss nicht rauchen, um chic zu sein, um mit den anderen mitzuhalten. Ficken vielleicht, ja, aber das ist eine ganz andere Geschichte ...
... und im Interview.
Helge, du hast heute eine Pressekonferenz gegeben. Warst du aufgeregt?
Schneider: Ja, ein bisschen.
Bist du sonst auch aufgeregt, vor deinen Konzerten?
Schneider: Ja, öfter mal, gerade bei neuen Sachen. Hier, das mit den Synthesizern, das ist ja sehr, sehr anstrengend. Ich habe einen Synthesizer, der war heute glaube ich sogar kaputt.
Du bist nicht so der Technikbegeisterte?
Schneider: Doch, ich bin begeistert, was diese Instrumente angeht. Aber ich lese mir da nichts durch, ich mache alles learning by doing. Ich drücke ein paar Knöpfchen, und was mir dann gefällt, spiele ich.
Du predigst uns also in deinem neuen Song, "Maguihana is nicht gutta!" - was genießt du denn so zur Entspannung, mal ein Gläschen Wein oder lieber 'ne Flasche Bier?
Schneider: Nein, eigentlich genieße ich mehr ein interessantes Gespräch.
Und dabei, keine Zigarre?
Schneider: Nein, ich rauche nicht Zigarre, so was habe ich früher mal geraucht. Ich rauche auch, wenn es geht, keine Zigarette. Mal nach dem Essen eine, und nicht auf Lunge. Aber ich will jetzt gar nicht mehr rauchen.
Und Alltagsdrogen wie Kaffee?
Schneider: Kaffee trinke ich, leider. Heute morgen habe ich aber grünen Tee getrunken.
Wann stehst du auf?
Schneider: Gar nicht. Nein, ich will eigentlich öfter mal früh aufstehen. Das schaffe ich dann aber nicht, weil ich nicht einschlafen kann. Wegen meinem Mörchen-Lied zum Beispiel.
Singst du das den Kindern manchmal vor?
Schneider: Den erwachsenen Kindern kannst du glaube ich nur noch mit Händel, Haydn und Beethoven kommen. Das kleine Kind, der Henry, hört gerne Musik. Der ist auch ganz musikbegeistert.
Bist du ein guter Vater?
Schneider: Och ja, ich denke schon. Ich halte mich raus. Als die Mädchen zum Beispiel in der Pubertät waren, da habe ich mich schon ein bisschen rausgehalten.
Und wie war es bei dir früher, haben dir deine Eltern damals Maguihana eher ausgeredet?
Schneider: Die wussten gar nicht, was das ist. Das war zu einer Zeit, wo es für sie völlig utopisch war, dass ihr Sohn eventuell so etwas nehmen könnte.
Aber du hast es gewusst.
Schneider: Ich war dreizehn Jahre, da habe ich das erste Mal Haschisch geraucht, 1968. Ich habe damals gedacht, das müsste man und habe das ziemlich lange gemacht. Jetzt bin ich stolz, ein Lied gemacht zu haben, das eigentlich dagegen spricht. Denn ich finde es nicht gut, wenn Jugendliche denken, das müsste man, genauso wie rauchen oder Alkohol trinken. Aber man muss das gar nicht. Das soll natürlich jeder selbst entscheiden. Erwachsene Leute können sich natürlich entscheiden, ob sie jetzt Marihuana rauchen und sich dadurch ein bisschen ausgrenzen aus der "Gesellschaft", selber aber total spießig sind, weil sie ohne diese Droge ja gar nicht lustig sind. Teilweise. Manchmal.
Alles nur ein Mythos?
Schneider: Ja, ich finde, Marihuana ist ein Mythos. Na ja, wenn einer nicht schlafen kann, im Krankenhaus, dann geben Sie ihm auch Marihuana. Und es ist einfach auch Mode.
Das Leben ist ein Comic, würde dir eine Comic-Figur einfallen, passend zu dir?
Schneider: Ja, Dagobert Duck. Ich habe so ein größeres Haus und an meinem Haus angeschlossen ist so eine Art Bunker. Das ist ein Tresor, mit Eisentor und sechs Meter dicker Wand. Da ist so eine Art Schwimmbecken drin, gefüllt mit Talern. Da springe ich manchmal rein und schwimme drin.
Aber es gibt diesen Tresor nicht wirklich.
Schneider: Nein, das ist Phantasie ...
... und dein großer Wunsch?
Schneider: Nein, mein Wunsch ist das gar nicht. Ich wollte nur ... was sagen.
Was ist eigentlich das Geheimnis der Möhre?
Schneider: Das kann ich dir genau sagen: Carotin.

Helge Schneider über seine Rolle als Hitler in "Mein Führer" und was er von Vergangenheitsbewältigung hält

Helge Schneider über Musik, Filme, Flugangst und Barack Obama
DerWesten, 16.12.2009
Süddeutsche Zeitung, 31.10.2008
Sonntagsblick, 30.12.2006
Süddeutsche Zeitung, 04.06.2005
laut.de, 27.03.2004
Netzeitung, 11.03.2003
Online-Version: http://www.planet-interview.de/index.php?id=465 | © planet-interview.de | Foto: Island Mercury
03:13 Uhr, am 04. April 2008 | Axel
Helge Forever !
Dieser Mann ist einfach klasse !
Da gibt es keinen vergleichbaren
17:26 Uhr, am 10. Februar 2008 | Peter
Ich denk mir manchmal, der Mann testet einfach nur wie viel Unsinn man machen kann, und trotzdem noch geliebt wird!
Genial...
17:24 Uhr, am 10. Februar 2008 |
Ich liebe diesen Mann! ^^
Der verarscht doch einfach alles und jeden!
01:11 Uhr, am 21. Dezember 2007 | helge fan
sauber abserviert
00:54 Uhr, am 11. Oktober 2005 | wini po
super Helge mach weiter so. Was war denn das für ein Interviewer?böse böse
13:48 Uhr, am 14. Mai 2005 | helge lehrling
Helge rockt *wiederhohl
» Der Vollbart ist teilweise etwas hinderlich. «
Focus Online 27.01.
sueddeutsche.de 14.01.
Berliner Morgenpost 14.01.
RP Online 14.01.
Frankfurter Rundschau 12.01.
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